Dienstag 27. April 2010 von admin
Beim Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung schließt der Käufer mit seiner jeweiligen Bank einen Hypothekenvertrag ab, der in der Regel mit einer bestimmten Laufzeit verbunden ist. Die Dauer der Finanzierung liegt zumeist unter der errechneten Gesamtlaufzeit für die Finanzierung - meist sind es 10 Jahre. Kurz vor Ende der Laufzeit (ca. 6 Monate) bekommt der Kunde dann ein Angebot von seiner Bank zugeschickt, in dem er mit der Bank über neue Konditionen seiner Finanzierung (Zinshöhe, Zinsbindung, Sondertilgung, etc.) sprechen kann.
Sobald das Angebot vorliegt, sollte der Kunde jedoch nicht voreilig eine Anschlussfinanzierung unterschreiben, sondern sich bei weiteren Kreditinstituten Informationen über Hypothekendarlehen beschaffen. Wie bei der Erstfinanzierung sollte der Kreditnehmer auch bei der Anschlussfinanzierung die Konditionen der kreditgebenden Banken genau vergleichen.
Die meisten Banken bieten ihren Bestandskunden der Einfachheit halber die gleichen Konditionen an wie beim Abschluss der Erstfinanzierung. Da die Anschlussfinanzierung für die Bank mit deutlich weniger Aufwand und Arbeit verbunden ist, sollte sie mindestens 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte unter der Erstfinanzierung liegen. Der Vorteil einer Anschlussfinanzierung ist zudem, dass nach einer bestimmten Zeit der Kreditnehmer mit seiner Bank auch über Veränderungen in den Modalitäten der Finanzierung sprechen kann. Denn sicherlich haben sich im Laufe der ersten Jahre der Finanzierung auch die persönlichen Verhältnisse des Kunden verändert (z. B. Familienvergrößerung), denen nun in der zweiten Finanzierungsrunde Rechnung getragen werden kann.
Auch sollte mit der Bank darüber verhandelt werden, ob eventuelle Risikozuschläge wegfallen können. Diese werden manchmal in die Finanzierung eingearbeitet, wenn der Kreditnehmer die Verträge mit geringem oder gar keinem Eigenkapital abgeschlossen hat. Durch die in den ersten Jahren geleisteten Tilgungen entfällt das Risiko für die Bank, sodass dieser Zuschlag nicht gerechtfertigt ist.
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Freitag 16. April 2010 von admin
Beim Kreditscoring wird mittels einer statistischen Analyse einen Zahlenwert ermittelt, der die Kreditwürdigkeit einer Person widerspiegelt. So versuchen die Unternehmen wie Banken und Telekommunikationsunternehmen die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden bzw. Partnerunternehmen nach einem bestimmten Verfahren mehr oder weniger automatisch zu ermitteln.
Das Kreditscoring verwendet Kreditnehmer-Merkmale wie laufende Kredite, Wohnort, Sicherheiten und auch den Beruf. Diesen Merkmalen werden Punkte zugeordnet und anschließend zu einer einzigen Bonitätsnote zusammengefasst. Das Gesamtscoring erleichtert somit die Einschätzung der Kreditwürdigkeit. Wenn die Bonität ausreicht, kann eine Kreditvergabe erfolgen. Man verwendet das Kreditscoring nicht nur zur Entscheidung für oder gegen eine Kreditgewährung, sondern auch um Zinssätze und Kreditlinien festzulegen.
Das Kreditscoring dient den geldgebenden Instituten zur Risikovermeidung, die Vorteile des Scorings sind sowohl die Zeit- und Kostenersparnis als auch die Beschleunigung der Kreditentscheidung. Ferner sind EDV-technische Verfeinerungen möglich, viele persönlichen Präferenzen des jeweiligen Kreditsachbearbeiters werden ausgeschaltet. Außerdem wird der Entscheidungsprozeß durch die Automatisierung für die Kreditgeber wirtschaftlicher.
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Montag 12. April 2010 von admin
Wenn die eigene Hausbank den Kredit verweigert, fällt es dem Verbraucher oftmals schwer, eine andere Alternative zu finden. Das Internet bietet neue Perspektiven. Doch aus der Vielzahl der Angebote ist es für den Einzelnen nicht leicht, den günstigsten Anbieter zu finden.
Kreditvermittler nehmen dem Kunden die Arbeit ab. Sie verfügen auf Grund ihrer langjährigen Tätigkeit über eine gute Geschäftsbeziehung zu den einzelnen Banken sowohl im In- als auch im Ausland. Dieses wirkt sich positiv bei der Kreditvermittlung aus und Kunden bekommen auch einen Kredit vermittelt, wenn bei anderen Banken nichts mehr geht. Auch mitunter in besonders schwierigen Fällen.
Für den Verbraucher gestaltet sich die Kreditanfrage denkbar einfach. Über ein bereitgestelltes Formular braucht der Interessent die gewünschte Kreditsumme und die Laufzeit einzugeben und innerhalb weniger Minuten erhält er ein dementsprechendes Angebot.
Kreditvermittler nehmen den Kunden die unnötige Lauferei von Bank zu Bank ab. Eine Kreditenscheidung fällt oft innerhalb kurzer Zeit. Finanzvermittler haben durch die jahrelange Tätigkeit eine besonders vertrauensvolle Geschäftsverbindung zu den Banken aufbauen können, von denen die Kunden profitieren.
Grundsätzlich sollten diese Kreditanfragen jedoch kostenlos sein. Eine Vermittlungsgebühr fällt erst dann an, wenn auch ein Kredit zustande gekommen und ausgezahlt worden ist. Leider gibt es auch Kreditvermittler, die Kredite versprechen und die Gebühren im voraus kassieren. Kommt der Kreditvertrag nicht zustande, sehen die Kunden oftmals das gezahlte Geld nicht wieder. Von dem Kreditvermittler, der auf Vorkasse besteht, sollte Abstand genommen werden. 
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Donnerstag 8. April 2010 von admin
Die Europäische Zentralbank (kurz: EZB) ist seit dem 1. Januar 1999 für die Geldpolitik in der Europäischen Währungsunion zuständig, die von zwei Beschlussorganen geführt wird - dem EZB-Rat und dem Direktorium der EZB. Der EZB-Rat bestimmt die Richtlinien der Geldpolitik, das Direktorium setzt diese um.
Das oberste Entscheidungsgremium – der EZB-Rat – umfasst 22 Mitglieder: 6 Direktoriumsmitglieder sowie die 16 Präsidenten der nationalen Zentralbanken der Euro-Zone. Jean-Claude Trichet ist derzeit Präsident der EZB, Vizepräsident ist Lucas D. Papademos. Die EZB hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.
Die zentrale Aufgabe der EZB ist es, Preisstabilität in der Euro-Zone zu gewährleisten. Sie verfügt über geldpolitische Instrumente, um dieses Ziel zu erreichen. Die Leitzinspolitik nimmt eine entscheidende Rolle ein. Der wichtigste Leitzins ist der Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft (aktuell: 1,00 %). Wegen seiner Bedeutung spricht man von dem Leitzins der EZB. Im wöchentlichen Rhythmus bietet die EZB den Banken Zentralbankgeld an. Diese Geschäfte werden in Form eines Tenderverfahrens durchgeführt.
Die EZB legt weiterhin zwei Zinssätze fest - den Einlagensatz (aktuell: 0,50 %) sowie den Spitzenrefinanzierungssatz (aktuell: 2,50 %). Banken, die kurzfristig Liquidität benötigen, haben die Möglichkeit die Spitzenrefinanzierungsfazilität – Übernachtkredit – in Anspruch zu nehmen, sofern Sicherheiten vorliegen. Die Einlagenfazilität können Banken nutzen, um ihr überschüssiges Zentralbankguthaben über Nacht bei der EZB anzulegen.
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Mittwoch 24. März 2010 von admin
Als Kreditnebenkosten werden Kosten bezeichnet, welche zur eigentlichen Nettokreditsumme dazu addiert werden und somit nicht bereits mit der Tilgung und dem Zins abgedeckt sind. Die Bank verlangt bei der Kreditbeantragung Bearbeitungsgebühren, meist in Höhe zwischen 1 und 3% der Kreditsumme. Weitere Kreditnebenkosten stellen die Führung eines Kreditkontos sowie eine möglicherweise entstehende Bereitstellungsprovision dar. Meist wird im Zusammenhang mit dem Kredit eine Restschuldversicherung abgeschlossen, die den Kreditnehmer absichert, falls er seine Raten auf Grund von Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder Krankheit nicht mehr bezahlen kann. Diese Versicherung schützt den Kreditnehmer und seine Angehörigen auch bei Tod.
Deshalb sollten Kreditsuchende bei Angeboten von Banken und Sparkassen immer den Nominalzins und den Effektivzins beachten. Sind die Kreditnebenkosten noch nicht in den ausgewiesenen Kreditzins eingerechnet, spricht man vom sog. Nominalzins. Erst der für den Kreditnehmer wichtigere Effektivzins berücksichtig alle anfallenden Kosten und deckt somit alle evtl. zu berücksichtigenden Nebenkosten ab. Die endgültige Kreditsumme, welche auf die vereinbarten Raten aufgeteilt wird, setzt sich somit abschließend aus der Nettokreditsumme, den Kreditzinsen und den Kreditnebenkosten zusammen.
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Dienstag 23. März 2010 von admin
Der Akzeptkredit (von lat. accipere = annehmen) gehört in den Bereich der Kreditgeschäfte. Dabei akzeptiert die Bank einen vom Kunden gezogenen Wechsel (Bankakzept). Unter Wechsel versteht man ein schriftliches Zahlungsversprechen. Die Annahme des Wechsels durch die Bank ist damit identisch mit den Gewähren eines Akzeptkredites. Beim Akzeptkredit werden keine Gelder der Bank in Anspruch genommen. Die Bank stellt lediglich ihre eigene Kreditwürdigkeit und ihren guten Namen im Sinne einer verliehenen Bonität zur Verfügung. Dafür verlangt die Bank Gebühren (Akzeptprovision).
Der Akzeptkredit zählt zu den kurzfristigen Krediten, wobei seine Laufzeit auf maximal drei Monate begrenzt ist. Gewährt wird dieser Kredit ausschließlich Firmen, die sehr gut im Geschäft sind und über deren Zahlungsmoral und Liquidität keinerlei Zweifel besteht.
Die Vorteile für den Kunden bestehen vor allem in den sehr geringen Kosten und dem Umstand, daß in der Regel keine Sicherheiten für eine Gewährung erforderlich sind. Der Vorteil für die kreditgewährende Bank liegt im Verdienst durch die Provision ohne die Erfordernis, für den Kredit eigene Geldmittel einsetzen zu müssen.
Die Funktionsweise des Akzeptkredites wird an folgendem Beispiel ersichtlich. Ein Kunde hat die Möglichkeit, kurzfristig besonders günstige Ware im Wert von 50.000 Euro einzukaufen. Sie kann diese Ware jedoch erst in acht Wochen weiter verkaufen. Der Kunde zieht bei der Bank einen Wechsel über die 50.000 Euro mit einer Laufzeit von acht Wochen. Die Bank akzeptiert den Wechsel und stellt eine Provision von 400 Euro in Rechnung. Nachdem der Kunde die 50.000 Euro zahlen muß, gibt er seinem Zulieferer den Wechsel. Dieser wendet sich nach Ablauf der acht Wochen an die Bank, die dann ihrerseits das Geld vom Kunden einfordert.
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